Heilende Kraft in jedem Tropfen Karlsbader Thermalquellen

Für die Heilkur in Karlovy Vary (Karlsbad) wird das aus 12 Thermalquellen emporsteigende Wasser verwendet. Die einzelnen Thermalquellen unterscheiden sich in der Temperatur und in dem Gehalt an CO2. Die Zusammensetzung des Wassers der einzelnen Thermalquellen und auch deren Heilkraft haben sich in den 650 Jahren Heilkur nicht verändert. Im Gegenteil - dank moderner Balneologie wurden die heilenden Wirkungen der Thermalquellen potenziert durch die Optimierung deren Nutzung sowie Ergänzung der Therapie durch weitere unterstützende Kuranwendungen.

Karlsbader Thermalquellen

Mehr Informationen über Heilkur

Das Wasser der Karlsbader Thermalquellen wird verordnet sowohl für die innere, als auch äußere Anwendung. Es hat positive Wirkungen vor allem auf:

  • den Stoffwechsel,
  • den gesamten Verdauungstrakt,
  • Zahnfleischerkrankungen,
  • den gesamten physischen Zustand,
  • die Erhöhung der Immunität sowie
  • Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten.

Alle, für die Trinkkuren genutzten Thermalquellen finden Sie auf den fünf Karlsbader Kolonnaden.

Sadová kolonáda (Parkkolonnade)

Hadí pramen (Schlangenquelle) (30°C)

Aus einer Quellvase in Schlangenform fließt sie seit 2001 direkt auf der Sadová kolonáda (Parkkolonnade). Sie enthält weniger Mineralien als die anderen Quellen, jedoch eine größere Menge an CO2.

Sadový pramen (Parkquelle) (47,4°C)

Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts beim Aushub der Grube für die Fundamente des Militärkurhauses entdeckt. Ihre ursprüngliche Bezeichnung lautete Císařský pramen (Kaiserquelle). Zugängig ist sie täglich von 6:00 bis 18:30 im Gebäude der Militärkurhauses neben der Kolonnade.

Pramen Svoboda (Freiheitsquelle) (60°C)

Entdeckt wurde sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei der Errichtung von Lázne III. (Kurhaus III). Ihre erste Bezeichnung war Lázeňský pramen (Kurquelle), danach trug sie den Namen von Franz Josef I. Diese Thermalquelle befindet sich in einem Altan zwischen Lázně III (Kurhaus III) und Mlýnská kolonáda (Mühlbrunnkolonnade).

Mlýnská kolonáda (Mühlbrunnkolonnade)

Skalní pramen (Felsenquelle) (53°C)

Bis Mitte 19. Jahrhunderts quellte sie in dem Flüsschen Teplá. Dank Geländegestaltungen finden Sie ihre Quellvase heute auf der Mlýnská kolonáda (Mühlbrunnkolonnade).

Pramen Libuše (Libussa-Quelle) (62°C)

Die Libussa-Quelle wurde ursprünglich Quelle Alžbětiny růže (Elisabeth-Rosenquelle) genannt. Sie entstand durch die Verbindung vier kleinerer Quellen.

Pramen Kníže Václav I (Fürst-Wenzel-Quelle I) (65°C)

Pramen Kníže Václav II (Fürst-Wenzel-Quelle II) (58°C)

Diese Quelle wurde bei der Herstellung von Karlsbader Heilsalz genutzt. Die Fürst-Wenzel-Quelle ist in 2 Quellen aufgeteilt. Fürst-Wenzel-Quelle I befindet sich direkt zwischen den Säulen der Mlýnská kolonáda (Mühlkolonnade). Fürst-Wenzel-Quelle II quellt vor der Kolonnade gegenüber dem Orchesterpodium empor.

Mlýnský pramen (Mühlbrunnen) (56°C)

Für Kurbehandlungen wird diese Quelle bereits seit dem 16. Jahrhundert genutzt. Ursprünglich nutzte man sie jedoch für Bäder. Das Wasser des Mühlbrunnens konnte man früher fast in allen tschechischen Apotheken kaufen.

Pramen Rusalka (Quelle Rusalka) (60°C)

Seit dem 16. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 trug sie den Namen Nový pramen (Neubrunn). Die ihrer Zeit beliebteste Quelle verfügte sogar über eine eigene Kolonnade - die Neubrunnkolonnade. Diese wurde später umgebaut und umbenannt in Mlýnská kolonáda (Mühlbrunnkolonnade).

Tržní kolonáda (Marktkolonnade)

Pramen Tržní (Marktbrunnen) (62°C)

Diese Quelle bereitete den Kurärzten mehrmals schwere Köpfe, da sie plötzlich verschwunden war und dann wieder auftauchte. Dank mehrerer „Rettungs“bohrungen dient sie den Kurpatienten bis heute.

Pramen Karla IV. (Quelle Karl IV.) (64°C)

Möglicherweise wurde Karlovy Vary (Karlsbad) durch Karl IV. gerade wegen der heilenden Fähigkeiten dieser Quelle gegründet. An die Entdeckung von Karlsbad erinnert ein über der Quelle angebrachtes Relief.

Zámecká kolonáda (Schlosskolonnade)

Pramen Zámecký dolní (Unterer Schlossbrunnen) (55°C)

Pramen Zámecký horní (Oberer Schlossbrunnen) (50°C)

Es handelt sich um eine Quelle, die in zwei Quellvasen aufgeteilt ist. Die Quelle Horní zámecký pramen (Oberer Schlossbrunnen) weist dank der größeren Höhe ü.d.M. sowie physikalischen Gesetzen eine andere Temperatur und anderen CO2-Gehalt aus als der untere Brunnen. Für das Wasser aus der oberen Quelle müssen Sie ein paar Stufen hinaufsteigen. Die Quelle Dolní zámecký pramen (Unterer Schlossbrunnen) wurde für die Öffentlichkeit bis zur Tržní kolonáda (Marktkolonnade) geleitet.

Vřídelní kolonáda (Sprudelkolonnade)

Vřídlo (Sprudel) (72°C)

Sie ist die einzige Quelle, die für Bäder genutzt wird. Verwendet wird ihr Wasser jedoch auch für die Trinkkur. In der Sprudelkolonnade befinden sich insgesamt 5 Sprudelwasservasen mit Temperaturen von 72°C, 57°C und 41°C. Die ergiebigste Karlsbader Quelle hat eine Ergiebigkeit von durchschnittlich 2000 Litern Mineralwasser pro Minute und deren Wasser sprudelt dank großen Drucks bis in eine Höhe von 12 Metern empor.

Die Gesellschaft Imperial Karlovy Vary Group ist mit fast 20% in Karlovy Vary (Karlsbad) der größte Abnehmer von Thermomineralwasser, das für kurtherapeutische Zwecke genutzt wird. Direkt in den Hotels Imperial und Spa Resort Sanssouci gibt es einen Direktanschluss des Vřídlo (Sprudels). Dessen Wasser wird sowohl für Trinkkuren, als auch für weitere Kuranwendungen verwendet.

Chemische Zusammensetzung des Karlsbader Sprudelwassers

Kationen Li Na K Cu Be Mg Ca Sr Zn UO2 Mn Fe
Mg/l 2,91 1699 93,24 0,012 0,065 45,20 124,4 0,48 0,059 0,011 0,098 1,271
Anionen F Cl Br I HS SO4 NO2 NO3 HPO4 HasO2 HCO3
Mg/l 6,45 598,5 1,398 0,025 0 1629 0 0 0,359 0,203 2150
Nicht dissoziierte Komponenten HBO2 H2SiO3
mg/l 2,33 94,81
Gesamtmineralisierung 6 450 mg/l
TDS (180°C) 5 306 mg/l
PH 6,90
CO2 Inhalt 813,2
Osmotischer Druck 152,5 mOsm
Leitfähigkeit (bei 20°C) 6,64 mS/cm
Dichte (bei 20°C) 1,0035 kg/l
rH 25,7